VfL Lohbrügge III – FC St.Pauli VIII 4-2

2 Tage vor dem Spiel waren die Voraussetzungen einen Punkt aus Lohbrügge mitzunehmen denkbar mies. 11 Mann habn sich gemeldet sowie Bix mit Adduktorenzerrung und Malte mit fast auskuriertem Hexenschuß.

Als dann noch Gero absagte…oh mann.

Tatsächlich fanden sich dann am Freitagabend aber immerhin 14 Mann ein, die spielen wollten (außer Malte).

Wir fingen mit Ralle im Tor an, davor eine Viererabwehrkette mit Frank, Yves, Susi und Carlo. Den Raum zwischen dieser und der davor postierten Viererkette sollten Sasa, Henning, Boris und Jan möglichst eng halten, um bei gegnerischen Angriffen möglichst wenig Spielraum zu lassen und nach Fehlern im Aufbauspiel sofort unsere beiden Stürmer Roland und Kay auf die Reise zu schicken. Draußen hielten sich David und Jo bereit und Malte überlegte, wie er aus der Nummer spielen zu müssen, wieder raus kommt.

Lohbrügge spielte wie bereits in den Jahren zuvor, hinten sicher stehen und dann mit überwiegend hoen langen Bällen in die gegnerische Hälfte vorstoßen. Dort warten zwei, drei schnelle und technisch gute – nicht sehr gute – Spieler, die mit viel Zug in den 16er eindrangen.

Das war in den ersten 20 Min. aber kein Problem für unsere Abwehr. So wurde der überwiegende Spielfluss zwischen den beiden 16ern abgehalten. Sankt Pauli hatte sogar im Mittelfeld ein klares technisches Übergewicht, so dass einige der gut vorgetragenen Angriffe sogar zum Abschluss führten. Nach 15 Minuten wurde Roland gut freigespielt, scheiterete jedoch allein vorm Torwart an demselben.

Etwas später war es dann Stürmer Nummer 2, Kay, der frei leicht bedrängt aus 16 Metern mit seiner Sohle mehr Schlacke aufwirbelte als Luft im Spielgerät, so dass der in den letzten Jahren nicht immer sichere Torwart Lohbrügges leichte Beute hatte.

Schade, gute Chancen liegen gelassen – so kam es wie so oft in dieser Saison. Lohbrügge führte zur Halbzeit 4:0. Das erste Tor geht auf die Kappe der rechten Verteidigung, denn nach einer Ecke, steht da am langen Pfosten einer völlig frei und hat dann sogar noch die Muße, trotzdem inzwischen drei, Paulianer auf ihn zustürmten, in Ruhe zu flanken. In der Mitte fehlten dann natürlich wieder der eine oder andere, so dass letztendlich aus 6. 7 Metern eingenetzt wurde. Keine Chance für Ralle im Tor. St Paulis Abwehr hatte in dieser Szene etwas von einem Hühnerhaufen.

Über das zweite, dritte und vierte Tor kann nicht geschwiegen werden. Alle drei klare Torwartfehler. Eines blöder als das andere. Leichtes Spiel für Lohbrügge und geknickte Charaktere, die in der Pause Richtung Bank trotteten.

Die Achte versuchte nun durch eine Umstellung alles oder nichts, das Risiko, in eine noch deftigere Klatsche zu laufen war klar aber eigentlich konnte es gefühlt nicht noch schlechter werden. Nun also wieder drei Mann hinten, 4 im Mittelfeld, drei Spitzen mit Henning, Kay und Roland. Das Spiel verlief nun deutlich ausgeglichener weil St Pauli nicht mehr so tief stand. Dennoch hatte Lohbrügge aus Laufduellen heraus die Möglichkeit, ein oder zwei Tore drauf zu packen. Dieses mal stand Ralf im Kasten aber auf dem Posten und konnte durch Fußabwehren glänzen. Schön auch zu sehen, daß sich niemand hängen ließ, sondern alle weiterhin versuchten das umzusetzen, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten: Tore. Und so war es gleich zweimal Kay, der uns noch einmal heran brachte. Das erste wunderbar wie in alten Tagen Ball angenommen, Torwart steht 5 Meter vor der Hütte also schön aus 18 Metern mit Vollspann oben rechts in die Ecke. Da sollte er hin. Das zweite fiel dann etwas zu spät, als das es Lohbrügge noch einmal wuschig im Schritt werden könnte. Insgesamt aber gerade spielerisch in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Leistung vom Team – wir haben tatsächlich gut Fussball gespielt, konnten individuell auf einigen Positionen allerdings nicht mithalten und haben verdient verloren.

Beim nächsten Abstiegskampf am Samstag kommt dann die nächste hohe Hürde, konzentrieren wir uns mal lieber auf das Spiel gegen St Georg, um da einen Dreier einzufahren.

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