SV Altengamme III – FC St.Pauli VIII 6-1

Klatsche reloaded:

Mit ungewöhnlich hoher Mannstärke ging es am Sonntag Vormittag bei wunderbarem Spätsommerwetter auf die gut 35 Kilometer entfernte Auswärtsfahrt nach Altengamme. Das letzte Dorf vor Schleswig-Holstein, da wo es kein Street View mehr gibt und Fuchs und Hase sich “Gute Nacht” sagen. Nach ersten Verwirrungen um den Spielplatz (Rasen oder doch Kunstrasen?), einem auf die Minute erscheinenden Schiri (immerhin), ging es auf ziemlich kleinem Feld und bei tief stehender Sonne los.

In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel, mit leichten Vorteilen für Altengamme und vor allem besseren Chancen für die Heimmannschaft. Olaf war immer wieder auf dem Posten und hielt uns lange im Spiel. Leider war er der Einzige, der Normalform erreichen und Sicherheit ausstrahlen konnte. So dauerte es nicht lange, bis die Altengammer schließlich den Führungstreffer erzielten. Ein strammer Schuss nach einem Konter aus gut 16 Metern und Olaf wird auf dem falschen Fuß erwischt. Doch wir spielten weiter munter mit und der Einsatz wurde belohnt. Pressing und Nachsetzen führten zu einem Patzer beim Keeper, Tim schob zum Ausgleich ein. Bis 1 Minute vor der Halbzeit hatte dieses Ergebnis bestand, dann kam es mal wieder zu einer dieser besonders ärgerlichen Situationen: Ein Standard für uns wird abgewehrt, der Konter ist schnell und nach 2-3 Haken und Abprallern landet der Ball beim gegnerischen Stürmer auf Höhe des Elfmeterpunktes. Marc (oder Werner?) hat zwar den Fuß noch dazwischen, dennoch rollt der Ball mit ca. 0,5 km/h über die Linie. Das 1-2 praktisch mit dem Halbzeitpfiff wirkte wie ein Schlag in die Fresse.

Zum beinahe kompletten K.O. kam es dann nach Wiederbeginn. Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel nochmal zu drehen, schließlich waren wir in der ersten Halbzeit auch zu Chancen gekommen und hatten ganz gut mitgehalten. Doch es passierte genau das, was nicht passieren darf. 2 Gegentreffer in ca. 3 Minuten und schon stand es 5 Minuten nach Wiederanpfiff 1-4. Wir sahen unsere Chancen dahinsegeln.. Bereitschaft, Kampfgeist und Motivation verabschiedeten sich bereits zum Duschen. So trafen die Altengammer dann noch 2x, einmal davon per Fernschuss, den Olaf zwar ablenken, aber das Tor nicht verhindern konnte. Nachdem klar war, dass wir keinerlei Chancen auf einen Punktgewinn mehr hatten, spielten wir noch ganz OK mit, die größte Chance hatte Kay per Kopfball nach einer Ecke. Am Ende blieb es bei einem etwas zu hohen und daher sehr deprimierenden 1-6. Nichts gelernt aus den Fehlern, die schon gegen Türkyie gemacht wurden.

Mit leeren Händen und ziemlich niedergeschlagen kehrten wir in die Innenstadt zurück, außer einer leichten Sonnenbräune war nicht viel zu holen, dabei war mindestens bis zur Halbzeit noch alles drin. Bis auf Yves‘ Knöchel blieb es sonst bei Blutwunden, Gelbe Karten gab es auch keine. Insgesamt ein sehr faires Spiel, der gute Schiri hatte bis auf eine Situation vor unserem Kasten, bei der Frank die Hand zur Hilfe genommen haben soll, keine Probleme. Letztendlich war es für diszipliniert spielende Altengammer auch zu einfach uns zu überlaufen oder mit einem Doppelpass 3 Leute stehen zu lassen. Ins Spiel sind wir eigentlich nie richtig gekommen, zudem fehlte es insbesondere in Halbzeit 2 am Einsatzwillen und Nachsetzen.

Nach der zweiten Klatsche in Folge stehen wir nun mit den meisten Gegentoren der Liga und – viel schlimmer – mit exakt der gleichen Punktzahl sowie Tordifferenz wie ein gewisser Vorstadtklub Nahe der Müllverbrennungsanlage in Liga 1 da. Dieser Status sollte jedem die Situation bewusst machen. Zum Glück ist jetzt erstmal spielfrei und wir haben genügend Zeit um an unseren Schwächen zu arbeiten. Nach der Pause geht es zunächst gegen Tabellenführer Schwarzenbek, danach folgen Nettelnburg und Süderelbe, ihres Zeichens Letzter und Vorletzter.. wo wir NICHT stehen wollen!

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