HT 16 II – FC St.Pauli VIII 2-0

Lokalderby!!! Mit kaum einer Stunde Anfahrt versprach das Spiel gegen HT 16 II eines der wenigen dieser Saison zu werden, das ein Gefühl von Hamburg entfacht, dessen Stadtgrenzen wir diesmal folglich sicher mit riesigem Support im Corso ausnahmsweise mal nicht zu verlassen brauchten. Also sind wir in den angrenzenden Osten gefahren, um dort entspannt drei Punkte abzuholen.

Dass am Ende alles irgendwie anders kam, bedarf der Erklärung.

Denn statt mit den besten 8. Herren vom Vorwochenende aller Zeiten in Horn, Hamm, Hinterglemm, wo auch immer anzutreten, waren unser Mittelfeld, besonders aber die Abwehr arg dezimiert. Nicht, dass Christoph, Pippo, Jan, Marc, David, Yves, Paul, Boris, Sasa, Karsten, Henning, Bendix, Jens, Heiko zu vernachlässigen wäre – aber mit Tim, Gero, Malte, Sascha, Andre, Kay und einigen anderen wäre wohl nicht passiert, was dann folgte. Alle Schotten offen nämlich. Nach sechs, sieben konzentrierten, hoch überlegenen Minuten nämlich lief HT 16 in kürzester Zeit ein halbes Dutzend Mal mit gefühlt 25 Stürmern allein auf Christoph zu, der allerdings bis auf eine Parade gar nicht großartig zupacken musste, da die Plinsen aus der Oststadt aus drei Metern nicht mal die Außenalster treffen würden.

Dass es zur Halbzeit nur 0:0 stand, lag also an deren Dummheit, aber auch an unserer, denn auch wir hatten dickste Chancen. Vor allem aber lag es am Schiri, der erst eine Notbremse des letzten Mannes gegen Jens mit einem Schulterzucken, statt roter Karte bedachte, und zwei Minuten später ein absichtliches Handspiel auf der Strafraumlinie vom gleichen Spieler mit, na? Genau… In der zweiten Hälfte haben wir die Abwehr etwas umgestellt, was in Echtzeit fürs 0:1 sorgte, als die Hälfte der Defense über den Ball säbelte, leider aber nicht ein Stürmer namens Chico, der zuletzt auch noch Christoph austanzte. Das 2:0 folgte Mitte der Halbzeit mit einem direkten Freistoß durch die Mauer, was auch nicht richtig souverän aussah.

Und so durfte unser mitgereister Support (Lena) zwar von außen bei 27 Grad und viel Sonne ein paar anschließende Torchancen, aber leider kein Tor von uns bestaunen, dafür aber einen Gegner, der seine Überraschung, mit so einer Kackmannschaft sogar gewinnen zu können, dadurch zum Ausdruck brachte, jeden von uns mit der vollen Breitseite widerlicher Vorstadtbeschimpfungen einzudecken. Danke HT 16 für so viel Anschauungsmaterial, wie vielfältig man weibliche Geschlechtsteile durchdeklinieren kann.

Sei’s drum – 0:2 gegen den schlechtesten Gegner seit langem verloren, aber weil wir moralisch ein bisschen die Sieger waren, ist die Laune noch immer gut. Oder?

Artikel teilen: