FC St.Pauli VIII – SV Altengamme 1-1

Unentschieden in Eimsbüttel

Die 8. Herren des FC St. Pauli kann „Die Serie“ bestätigen. Durch ein 1:1 im Heimspiel um 9:00 Uhr in Eimsbüttel…wurden selbst die deutlich jüngeren Gäste aus Altengamme an den Rand einer Niederlage gedrängt. Gerade in den ersten 30 Minuten drückte die spielerische Überlegenheit der Achten dem Spielgeschehen seinen Stempel auf. So war es nicht nur eine sichere Abwehrreihe, sondern auch ein  geschickt die Seiten wechselndes Mittelfeld, das die Angriffe zumeist über die Flügel gut anzusehen vortrug. Hier zeigte insbesondere Henning seine Klasse, der nicht nur Ballkontrolle, sondern auch einiges an Spielintelligenz aufblitzen ließ.

Nach einer Ecke in der 15. Minute dann auch der folgerichtige 1:0 Treffer durch Jens-Uwe, der das Unvermögen der Altengammer, den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen zu können, 5 Meter vor dem Tor eiskalt ausnutzte.

Schon vor dem Treffer war es Stürmer-Rookie Paul zweimal nicht gelungen, das Leder im Kasten unterzubringen. Nach dem 1:0 bemerkte der kluge Spielbeobachter allerdings, dass die läuferisch guten Gammer nicht gewillt waren, das Spiel schon jetzt abzuschenken und so fanden die Gäste über den Kampf und das Laufspiel zurück in die Partie. Die Abwehr der Achten konnte so also doch noch die eine oder andere brenzlige Situation vereiteln. Pause.

Die guten, in der Kabine vorgetragenen, Vorsätze, den 1:0 Vorsprung durch ein geordnetes und engagiertes Spiel weiter auszubauen, konnten aber schon mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte in die Tonne getreten werden. Jens tippt den Ball an, Okanzay auch – allerdings einen halben Meter an Jens vorbei. Die sofort auf den Ball stürmenden Gammer behaupteten den Ball im Mittelkreis und versuchten durch einen Pass in die Spitze die stets gefährliche Nummer 11 einzusetzen. Aber keine Gefahr denn der bis dahin und fortan ganz gut spielende Heiko ist vorher am Ball und läuft den hinter ihm rennenden Elfer ab. Warum er diesen Lauf dann 7 Meter vor dem eigenen Tor abbrach, entschuldigte er nach dem Spiel, indem er der Mannschaft einige große Zigaretten russischer Bauweise anbot. Also: Lauf abgebrochen, Elfer rauscht an Heiko vorbei und verwandelt in die lange Ecke. Keine Chance für Olaf. Das sollte sich aber in der Folgezeit ändern. Denn ob es der Gegenwind oder der, durch den pünktlich zu Spielbeginn einsetzende Regen, zunehmend aufweichende Platz waren, welche der Achten des spielerischen Miteinanders beraubten, bleibt ungeklärt. Wahrscheinlich hatten auch die nachlassenden Kräfte einen gehörigen Einfluss, die heute durch eine spärlich besetzte Bank nicht ausreichend kompensiert werden konnten.

Deshalb zurück zu Olaf, der für gut 15 Minuten in den Mittelpunkt des Spielgeschehens rückte. Zu seiner Strafraumbeherrschung würde man in Berlin sagen: „der springt durch den Strafraum, als ob er den Lichtschalter suchte“, zu seinen Reflexen auf der Linie allerdings, wat ne Katze. 3-4 Geschosse des Spielers mit der Nummer Elf, konnte Olaf glänzend parieren – wobei ihm einmal Martin im Rückwärtslauf behilflich war und für den bereits überlupften Torwart, den Ball artistisch von der Tor- seitlich Richtung Außenlinie köpfte.

In den letzten 15 Minuten dann wiederum die anfängliche Spielverteilung, Angriffe der Gammer wurden von der St. Pauli Abwehr frühzeitig durch Balleroberungen unterbunden und das Spielgerät schnell zum gegnerischen 16er getragen. Hier war es noch einmal Paul, der die Riesenchance 4 Meter vor der Torlinie hatte, per Flugkopfball allerdings am guten gegnerischen Torhüter scheiterte. Alles in allem ein verdientes Remis, auf das sich auch nach dem Spiel beide Parteien verständigten.

Dabei waren: Olaf, Werner, Heiko, Malte, Martin, Yves, Christian, Sasa, Claas, Henning, Jens, Paul und Okanzay

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