FC St.Pauli VIII – FC St.Pauli VI 1-1

Über Kampf zum Spiel – die Serie hält

Mit einem 1:1 konnte die 8. Herren des FC St. Pauli gegen den Spitzenreiter seine Punktspielserie ohne Niederlage fortsetzen. Nach dem unerwarteten 3:3 im Hinspiel, spuckte die 6. Herren des FC St. Pauli Feuer und Galle ob dieser gefühlten Niederlage und schwor sich über Laufeinheiten und Freundschaftsspiel auf das Spiel gegen die 8. Herren ein. Die 8. war hingegen ohne Spiel- und Laufpraxis in die Partie gegangen, was sich drastisch auf die erste Halbzeit auswirkte. Belagerungszustand in der eigenen Hälfte, schnelle Flügelangriffe, gepaart mit einem ansehnlichen Kombinationsspiel, versetzten die Abwehr der Achten unter Dauerbeschuss. Der ausgeübte Druck als auch der noch anhaltende muskuläre Winterschlaf wirkte sich in der 17. Minute in dem 0:1 aus. Eine gefährliche Aktion in der rechten Hälfte des eigenen Sechzehners konnte durch Jens geklärt werden, wenn er den Ball nicht quer in die verwaiste linke Hälfte des eigenen Sechzehners gepasst hätte. Hat er aber. So kam mal wieder einer dieser jungen, schnellen Flitzer der 6. heran gerauscht und flankte das Spielgerät wunderbar in den Fünfmeterraum, aus dem per Kopf unhaltbar die längst verdiente Führung perfekt gemacht wurde.

Das weiterhin motivierte und ambitionierte Einsteigen der Sechsten hatte aber zur Folge, dass sich die zum Teil unfairen Nicklichkeiten in einem gesteigerten Aggressionspotenzial der 8. äußerte. So waren es nicht nur Sascha, Sasa und Malte, denen die Wurst platzte. Dank eines nun erhöhtem Adrenalinspiegels, wurden kaum noch 100%ige Torchancen zugelassen und vermehrt für Entlastung gesorgt. Gefährlich wurde es im 16er der 6. allerdings hauptsächlich durch Standards der Achten, da zum einen Claas noch vom Gegner abgelaufen werden konnte und Sascha´s Vorteil zum anderen vom Schiri in einen Nachteil gewandelt wurde. Die aber läuferisch starken und weiterhin dominanten 6.sten, setzten immer wieder zu gefährlichen Angriffen an, schafften es aber nicht, das wahrscheinlich vorentscheidende 0:2 zu erzielen.

In der Halbzeitpause ebbte der Adrenalingehalt der Gemüter merklich ab, war aber auch dafür verantwortlich, dass man nun wach in die zweite Hälfte ging. Vier weitere Faktoren waren ausschlaggebend dafür, dass die 8. besser ins Spiel fand und die zweite Halbzeit mit mehr Spielanteilen abschließen konnte:

1. Benny kam auf der rechten Verteidigerposition und gewann gefühlte 100% seiner Zweikämpfe.

2. Michiel kam im linken Mittelfeld und gewann nicht nur gefühlte 90% seiner Offensivzweikämpfe, sondern sorgte zudem jedesmal für viel Raumgewinn.

3. Die 6. war platt und schien ihrem hohen läuferischen Aufwand in Hälfte eins Tribut zollen zu müssen.

4. Jens-Uwe

Unglaublich aber wahr, eine echte, 100%ige Torchance hatte die 8. in Häfte zwei nicht. Das es nach 55 Minuten trotzdem 1:1 stand, war einem verunglückten Pass von Michiel zu verdanken, der zwischen Torwart und letztem Mann der Sechsten landete. Ein Nachsetzen lohnte sich eigentlich nicht, Jens rannte trotzdem los und verdankte es der Uneinigkeit der beiden genannten aber nicht handelnden Personen, dass er den Ball unter des Torwarts Körper Richtung Tor passen konnte. Die Pfützen- und Schlammlandschaft ließ Übles vermuten – nach Sekunden des Verharrens dann aber die Erleichterung, als sich das Netz neben dem rechten Pfosten ausbeulte.

Wahnsinn – 1:1 gegen die hochmotivierte 6.

Im Verlauf der zweiten Hälfte bestätigte sich allerdings die Erkenntnis aus dem Hinspiel im Millerntorstadion, dass die 6. zwar ein wunderbares – wenn auch oft leicht zu antizipierendes – Doppelpass- und Offensivspiel beherrscht, in der Defensive aber mittelmäßig bis schwach besetzt ist. So kamen die in Leibchen gekleideten Gäste lediglich zu einem Abseitstor, einer von Olaf vereitelten Großchance und diversen ansehnlich vorgetragenen Angriffen, die aber spätestens im Sechzehner unterbrochen wurden. Letztendlich wurde der Schlusspfiff von der entkräfteten Achten nicht nur herbei gesehnt, sondern stellte aufgrund der Leistungssteigerung am Ende auch ein verdientes Unentschieden sicher. Die Sechste kann sich nun auf den Aufstieg freuen und die Achte sich über ein achtbares Ergebnis als auch darauf, dass die Serie weiterhin Bestand hat.

Die gefühlten Gewinner: Olaf, Werner, Helge, ja, Helge, Claas, Malte, Yves, Sasa, Sascha, Jens, Henning, Boris, Bendix, Benny, Michiel, Christian und Kay als guter Geist der Mannschaft.

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