Einigkeit Wilhelmsburg III – FC St.Pauli VIII 1-3

In Eintracht gegen Einigkeit

Kam es zur Trotzreaktion der Achten im Topspiel gegen Wilhelmsburg?

Es war ein trüber, feuchter Sonntagmorgen Anfang Dezember. 15 wackere Sportskameraden vom Kiez traten den schweren Gang zum Auswärtsspiel gegen Einigkeit an. Nach der bitteren Niederlage auf heimischem Geläuf gegen St. Georg, wartete nun der Tabellenführer der HB01. Hochmotiviert und hervorragend eingestellt vom Spielertrainer Werner Loss versuchte folgende Mannschaft, die Scharte von der Vorwoche auszuwetzen:

Startelf: Olaf, Benny, Werner, Gero, Scott, Sascha, Kay, Henning, Jens, Bernd, Boris

Ersatzbank: Sasa, Heiko, Okanzy, Bendix

Was dann passierte, wird wahrscheinlich in die Annalen der 8. Herren eingehen. Keine 10 Sekunden dauerte es und der Ball zappelte zum ersten Mal im Tor. Wie kam es dazu? Anstoß für die Boys in Brown, 2 – 3 mal hin und her und dann der Rückpass auf Gero. Der verschätzt sich beim Versuch den Ball mit dem Kopf zu klären, verpasst diesen und der Ball fällt dem Stürmer von St. Georg genau vor die Füße. Was dann folgt, kann man einen wahren Sonntagsschuss nennen. Direktabnahme aus 16 Metern und der Ball schlägt in der linken Ecke ein. Olaf konnte den Ball gerade noch mit den Augen verfolgen.

10 Sekunden: 1-0

Für kurze Zeit stand die Mannschaft unter Schock. Die Wilhelmsburger versuchten die Situation auszunutzen und suchten Ihr Heil in Fernschüssen, die aber alle am Tor von Olaf vorbeigingen. Ein probates Mittel auf dem nassen 6 Jahre alten Kunstrasen. Etwas 10 Minuten dauerte diese Drangperiode, bis die St. Paulianer das Spiel besser in Griff bekamen. Nach einer Ecke war es dann soweit.

10. Minute: 1-1

Nach einer St. Pauli Ecke bekam Werner den Ball im Halbfeld. Kopf hoch, Jens im Sechzehner gesehen und schnell gespielt. Was eine Flanke werden sollte, wurde zum ersten Tor und Ausgleich. Jens irritierte den Torwart so, dass der Ball ohne Berührung durch Freund und Feind seinen Weg in die Maschen fand.
Mit dem Anschlusstreffer kam die Sicherheit und St. Pauli machte in der Folgezeit das Spiel, ohne jedoch ein weiteren Treffer zu erzielen. Die Wilhelmsburger kamen noch einmal gefährlich vor das Tor. Ein tückischer Weitschuss wurde aber von dem aufmerksamen Pauli Tormann an die Latte gelenkt. Ansonsten fiel Einigkeit durch eine harte Gangart auf, die in der Gelben Karte für den Vierer endete. Auch Sascha holte sich seine gelbe Karte wegen Meckerns ab, später mehr.

Halbzeit

Jetzt kam die Zeit der Auswechselspieler. Gleich vier Mann verließen den Platz: Boris für Bendix, Kay für Sasa, Jens für Okanzy und Werner für Heiko. Ein gewisses Risiko, dass sich jedoch auf den weiteren Spielverlauf nicht negativ auswirkte. St. Pauli machte weiter Druck und wollte den zweiten Treffer. Bernd, Henning und Sascha hatten gute Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Es dauerte bis zur 75. Minute, bis die 8. wieder jubeln durfte.

75. Minute: 1-2

Eine schöne Kombination von Sascha und Henning im rechten Strafraum wurde kongenial vom Bomber der Achten zur Wende verwertet. “Augen zu und durch” beschreibt seinen ersten Treffer in der Saison ziemlich gut. Die exakte, hüfthohe Flanke von Henning nickte Bendix mit geschlossenen Augen und einem Mini-Flugkopfball ein. Der Jubel war genzenlos und die Führung verdient. Der Torschütze ließ sich direkt auswechseln und es kam Boris zu seiner zweiten Chance im Sturm. St. Pauli machte weiter Druck und wurde in 80. Minute gleichzeitig bestraft und belohnt. Nach wiederholtem Foulspiel platze Sascha der Kragen. An der linken Ecke des Strafraumes gefoult, forderte er gestenreich die Gelbe Karte für den Gegenspieler. Der gute Schiedsrichter verweigerte dies und gab Sascha Gelb-Rot. Nur noch zu zehnt, aber mit einer guten Standardsituation ging es weiter.

80. Minute: 1-3

Sasa schnappte sich den Ball und zirkelte diesen genau auf den Kopf von Boris. Der schraubte sich in ungeahnte Höhen und drückte die Pille über den Torwart hinweg in die lange Ecke. 1-3 beim Tabellenführer, wer hätte das gedacht. Einigkeit versuchte jetzt noch mal alles und brachte das letzte Aufgebot im Sturm. Dank einer aufmerksamen Mannschaftsleistung in den letzten 10 Minuten, in denen besonders die Abwehr und das Mittelfeld geschickt die Räume zu machte, verpufften die Angriffsbemühungen von Einigkeit im Nichts. Negativer Höhepunkt kurz vor Schluss, die verdiente Gelb-Rote Karte für die Nummer 4 von Wilhelmsburg wegen wiederholtem Foulspiel.

Spielende

Alles in allem ein verdienter Auswärtssieg für die Truppe vom Kiez. Eine geschlossene Mannschaftsleistung vom Torwart bis zum Sturm. Hervorzuheben sind Gero in der Abwehr und Scott im Mittelfeld, die sich kaum Fehler erlaubten und große Sicherheit ausstrahlten. Als zweiter geht die Achte Herren von St. Pauli in die Winterpause und hat sich für die Rückrunde viel vorgenommen. Aufstieg? Alles ist möglich in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann.

St. Pauli wünscht allen Mannschaften der HB01, den Schiedsrichtern und Fans ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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