Den frühen Vogel wurmt das Aufstehen

Endlich mal eine sinnvolle Spielansetzung des hiesigen Verbandes. 9:00 Uhr mit viel Sinn und Verstand gewählt, man will ja schließlich noch etwas vom Tag und steht dafür am Sonntag auch sehr gerne um !!7!! auf, der Traum eines jeden Hobbykickers und der Albtraum deren Kneipiers.

So fanden sich dann auch die allermeisten pünktlich um 8 herum an der Kampfbahn Feldstraße ein. Beachtliche 15 Mannen des Achters waren da, deren Motivation man direkt am Leuchten in den Augen erkennen konnte. Die Gegner vom FSV Harburg-Rönneburg waren auch pünktlich da, somit war es angerichtet.

Obwohl sich einer der unseren empfindlich verspätete, der wohl trotz touristischer Aktivitäten auf und um den Kiez den Weg auf Anhieb nicht fand, war eine schlagfertige Truppe versammelt, die sich zu Beginn folgendermaßen aufstellte. Vogi im Tor, der zur Halbzeit durch Christoph ersetzt wurde. Die Abwehr bildeten Scott,.Malte und Carlo, davor wurden Yves und Axel positioniert. Eigentlich sollte Jan die rechte Seite beackern, doch dieser übernahm freiwillig die Arbeit des nicht erschienenen Schiedsrichters – bravourös in seiner Spielleitung! Ich möchte mich auch im Namen der ganzen Mannschaft nochmal bei ihm bedanken – Danke Jan!! Das war der Defensivverbund, der in der ersten Halbzeit verblüffend wenig Arbeit nach Hinten verrichten musste. Die offensive Dreierreihe bildeten von links nach rechts, Sasa, Tim und Boris, die die Stürmer Danielo und Kay mit Pässen füttern sollten. Auf der Bank nahmen vorerst die Feldspieler Burghard, David und der verirrte Henning Platz.

Vom Spielverlauf lief alles nach Plan, sehr viel Ballbesitz, verhältnismäßig wenig Ballverluste in der Offensivbewegung und der Ball wurde vor allem durch Tim sehr häufig Richtung gegnerischer Sechzehner gedribbelt. Folgerichtig wurde dann auch sehr früh im Spiel, nach 10 Minuten, das 1:0 durch Kay nach feiner Vorarbeit von Tim erzielt. Was folgte war abstrus, zwar spielte man sich Chancen im Minutentakt heraus, doch die Harmlosigkeit vor dem Tor wurde nur noch von der Inkonsequenz übertroffen. So ging es dann nach 45 Minuten, sehr schmeichelhaft für die Gäste, zur wohlverdienten Pausenzigarette, äh Pausentee- Pardon, in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff dasselbe Bild wie in Halbzeit eins. St. Pauli 8 mit viel Ballbesitz und Harburg-Rönneburg versuchte irgendwie zu verteidigen. Dem Team vom Kiez war dann zur Mitte der zweiten Halbzeit auch die größere Erfahrung anzumerken, die Kräfte ließen allmählich nach und auch die im Alter schwindende Sehkraft war dem Libero anzumerken, der ohne Kontaktlinsen das ein oder andere Mal unter dem Ball durchhüpfte. Gekrönt wurde das Ganze durch einen Sechser, der 10 Minuten vor Ende mit Krämpfen vom Platz musste. Es kam was kommen musste, der FSV konterte und kam dann auch in der 89. Minute beinahe noch zum Ausgleich, lediglich Fortuna war an diesem Tag Braun-Weiß, so dass der Ball um wenige Zentimeter am linken Pfosten des Heimgehäußes vorbei ins Toraus rollte. Weiterhin 1:0. In der 92. Dann doch noch das 2:0, als Danielo den gefühlten 14. Abpraller endlich mit dem Abpfiff im gegnerischen Kasten unterbrachte.  Der Jubel seitens der Hausherren war verhalten, der Arbeitssieg war deutlich anzumerken.

Am kommenden Samstag geht es zur besten Bundesliga-Anpfiffzeit um 15:30 Uhr an der Feldstraße gegen den Favoriten aus Eilbek, gegen den das Hinspiel mit 3:2 verloren wurde.

Axel

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