Der Fluch der Snitgerreihe

„Fußball ist doch kein Muschisport!“ behauptete ein Spieler des Gastgebers als ein Achter per Bodycheck zu Boden gebracht worden war und es in der 87. Minute Freistoß für Braun­Weiß gab. Es mag sein, dass der Sportsfreund jahrelang akribisch und knallhart im Duschtrakt von Hamm United nach diesen scheinbaren Fakten recherchiert hat, wir behaupten trotzdem: Doch, Fußball ist auch Muschisport! Fußball ist sogar schwul und manchmal gibt es Teams, die in babyblauen Trikots auflaufen. Sowas würde sich eine Muschi vielleicht nie überziehen, aber die ein oder andere Wurst wurde darin schon gesichtet. ;­)

Wie auch immer: Unser Trainer stellte heute 11 langhaarige oder zumindest bärtige Muschis auf den Platz: Boris, Jan, Malte, Carlo, Yves, Pipo, Paul, Henning, Julian, Kay und Axel. Mit der gleichen Anfangself des letzten Spiels sollte es endlich zu einem Punkterfolg bei Hamm United IV reichen, wo es bislang nie etwas zu holen gab. Zu den angetrunkenen und glücklichen Kölnern am Spielfeldrand gesellten sich Daniel, Tobi, Burghard und Sascha.

Da auf dem Platz für Sankt Paulianer bekanntermaßen ein Fluch liegt, kam es wie es kommen musste: Carlo verletzte sich bereits nach zehn Minuten an der eigenen Grundlinie im Zweikampf und wurde mit gebrochenem Arm von Martin ins Krankenhaus gefahren. Für ihn kam Tobi ins Spiel.

Nach einer guten halben Stunde der Führungstreffer für die Achte. Einwurf von Jan kurz vor der Grundlinie auf Paul, der den Ball nach einer Turbo­drehung mit links ins Eck beförderte. Unsere Nr.7 hat sich gefreut wie ein Eichhörnchen. Hamm ebenfalls mit einigen guten Möglichkeiten, jedoch konnte Boris mit seinen teflonbeschichteten Handschuhen alles abwehren. Die Pausenführung somit knapp und etwas glücklich.

Boris

Im zweiten Durchgang bei uns neue Spieler: Sascha für Kay, Daniel für Jan und Burghard kurz vor Schluss für Axel. Hamm nach vorne weiterhin mit schnellen Angriffen und hinten hin und wieder löchrig. Wir konnten leider keinen schnellen Treffer nachlegen und wurden durch einen Freistoß überwunden: Von fast zentraler Position nah am Sechzehner geht das Ding von einem Achter abgefälscht in den Kasten, 1:1. In den letzten drei Spielen in Folge mittlerweile je ein direktes Freistoßtor gegen uns, eventuell sollten wir daran arbeiten.

Nach einer Ecke konnte Sascha zwar nur wenige Minuten später das 2:1 nachlegen, jedoch sollte es nicht zum Sieg reichen, da Hamm in einer kräftezehrenden zweiten Halbzeit nach einem hohen langen Ball noch der Ausgleich gelang. Am Ende dann ein gerechtes 2:2 bei einem 10/11 netten Gastgeber und recht fairem Spiel. Würste und Muschis gibt’s ja überall haben wir heute gelernt. Unser Lieblingsschwabe ist nach dem Spiel übrigens noch fast durchgedreht, als der VFB in der Nachspielzeit das 3:2 gelang und die rote Laterne somit an einen richtig professionell geführten
Verein aus Hamburg übergab.

Gute Besserung Carlo!

Artikel teilen: